Altenpflegeausbildung

Ausbildungsdauer und Ausbildungsumfang
Die Ausbildung zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger umfasst insgesamt mindestens 4.600 Stunden. Davon entfallen mindestens 2.100 Stunden auf den theoretischen und praktischen Unterricht in der Schule und mindestens 2.500 Stunden auf die berufspraktische Ausbildung in zugelassenen Ausbildungsstätten. Die Ausbildung dauert drei Jahre, unabhängig vom Zeitpunkt der staatlichen Prüfung.

Theoretische Ausbildung (mindestens 2100 Stunden)
Der Unterricht findet in Lernfeldern statt, wodurch ein vernetztes Denken der Auszubildenden gefördert werden soll:

  • Aufgaben und Konzepte der Altenpflege (80 Std.)
  • Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren (120 Std.)
  • Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen (720 Std.)
  • Anleiten, beraten und Gespräche führen (80 Std.)
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken (200 Std.)
  • Lebenswelten und soziale Netzwerke alter Menschen berücksichtigen (120 Std.)
  • Alte Menschen bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung unterstützen (60 Std.)
  • Alte Menschen bei der Tagesgestaltung/selbst organisierten Aktivitäten unterstützen (120 Std.)
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen berücksichtigen (120 Std.)
  • An qualitätssichernden Maßnahmen in der Altenpflege mitwirken (40 Std.)
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln (60 Std.)
  • Lernen lernen (40 Std.)
  • Mit Krisen und schwierigen Situationen umgehen (80 Std.)
  • Die eigene Gesundheit erhalten und fördern (60 Std.)

Berufspraktischer Ausbildungsteil (mindestens 2500 Std.)
Die praktische Ausbildung wird in folgenden Einrichtungen vermittelt:

  • in einem Heim (im Sinne des § 1 des Heimgesetzes), wenn es sich dabei um eine Einrichtung für alte Menschen handelt, und
  • in einer ambulanten Pflegeeinrichtung, wenn deren Tätigkeitsbereich die Pflege alter Menschen einschließt.

Es handelt sich dabei um von der Schule anerkannte Ausbildungsstätten, die mit der Altenpflegeschule einen Kooperationsvertrag geschlossen haben. Hierbei werden die Auszubildenden in den Betrieben durch so genannte Mentoren oder Praxisanleiter begleitet, die anhand eines Ausbildungsplanes mit den Auszubildenden den Lernprozess gestalten. Regelmäßige Besuche in den Einrichtungen und Praxisbegleitungen in den Betrieben sorgen für eine entsprechende Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung.

Bitte informieren Sie sich auch über das Kursnet der Agenturen für Arbeit.